Erotische Weiblichkeit mit Hüten perfektioniert

Veröffentlicht auf von Susan Heat

Erotisch und sinnlich: Hüte und die Weiblichkeit. Morgen habe ich einen TV-Dreh zum Thema Hüte, Ascot und das berühmte Pferderennen und wie angle ich mir einen reichen Mann. Wird amüsant. Gedreht wird schon in den frühen Morgenstunden. Ausgestrahlt wird es dann am Freitagmittag. Ich sage Euch noch genau, wann und wo. Erstmal den Dreh hinter mich bringen. Könnt Ihr sicherlich verstehen ...

 

Erotisch und sinnlich: Hüte und die Weiblichkeit



 

Aus diesem Grund eine kleine Geschichte zum Thema Hut und Weiblichkeit: Als ich meinen ersten Hut gekauft habe, war es meine persönliche Belohnung, weil ich wie viele andere mit meinem Ex-Partner ziemlich Stress gehabt hatte. Zum Schluss wird es eben oft unangenehm, reduziert sich auf Macht, verletzte Gefühle und vieles mehr und hinterher tobt meist der Rosenkrieg anstatt des Rosenregens.

 

Ich sah diesen ziemlich auffällig Hut im Schaufenster von Cappelleria in Düsseldorf. Ein schwarzes Käppi mit brauner Reiherfeder, wild in den Himmel ragend. Es war Liebe auf den ersten Blick, und ich musste den Hut aufsetzen. Eine Bekannte begleitete mich. „Den Hut willst du doch nicht etwa in Düsseldorf auf der Königsallee tragen?“, fragte sie entsetzt in dem Laden, in dem sich noch ein paar andere Kunden befanden. Ehrlich gesagt, verstand ich die Frage nicht. Warum sollte ich ihn nicht auf der Meile der Mode und Eitelkeiten tragen? Nur um einen Hut aufzusetzen, sollte ich auf die Rennbahn gehen? Abstrus und lächerlich. Der Hut ließ mich nicht los, und ich kaufte ihn am nächsten Tag. Die Bekannte verlor ich aus den Augen – nicht nur wegen meiner Hüte. Aber Intoleranz ist einer Wasserfrau ein Dorn im Auge und für sie unerträglich.



 

Mit diesem Reiherfederhut fing alles an. Welch einen Aufruhr und auch welche Aufmerksamkeit und Irritation dieser Hut – und später andere – auslösen sollte, konnte ich beim Erwerb nicht ahnen. Nie hätte ich gedacht, dass ein Hut dazu in der Lage sei. Hätte ich es gewusst, ich hätte ihn gleichwohl gekauft – allen Unkenrufen zum Trotz und entgegen aller Intoleranz, aber ich wäre weniger erstaunt gewesen.

 

Den ersten Hut-Eindruck bekam ich wenige Tage später, als ich mit diesem Hut von Düsseldorf nach München flog. Als ich am Flughafenband auf mein Gepäck wartete, baggerte mich ein gut gekleideter Herr an, der mit mir Kaffee trinken wollte. Er war aus Dortmund, seine Ehefrau stand ein paar Meter entfernt. Später in Düsseldorf blieben Leute stehen, starrten mich an, machten Fotos oder wurden sogar sauer. So viel extravaganten Hut konnten einige anscheinend kaum ertragen. Inzwischen habe ich eine ziemliche Hutkollektion und bemerke die erstaunten, amüsierten, ungläubigen und bewundernden Blicke meist gar nicht. Für mich ist das Huttragen so alltäglich wie der morgendliche Caffe latte (Milchkaffee) oder das Zähneputzen. Es hat mir viele Erkenntnisse über Menschen gebracht: Dass sie mit Fremdartigem oft seltsam umgehen, sich schnell bedroht fühlen, aber auch, dass mir wildfremde Menschen Komplimente machen, Männer und Frauen. In Italien auch Kinder, die meine Hüte einfach schön finden ...



 

Natürlich gehe ich auch zum Einkaufen nie ohne Hut, wäre es doch wie nackt auf die Straße gehen, egal ob Winter oder Sommer ist, ob es anderen gefällt oder nicht. Mir gefällt es und das ist, was wirklich zählt und wichtig ist.

 

Mehr zum Thema Hüte und Weiblichkeit findet Ihr in meinem Buch „Die Liebesdiät – Die schönste und angenehmste Art, mit ihrem Körper in Einklang zu kommen“, Susan Heat, Gaby-Verlag

http://www.gaby-verlag.de/index.php?section=kurzinfo&wahl=liebesdiaet

 

 

Herzlichst

Eure Susan Heat

www.susan-heat.de

 

Fotos: Susan Heat (Archiv)

 

Werbung

Veröffentlicht in Im Reich der Sinne

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post