Berlin in der Vorweihnachtszeit
Berlin und der Zauberwald
Wer war schon mal in der Vorweihnachtszeit in Berlin? Ich jetzt zum ersten Mal.
War schön ....
Ryanair machte es möglich und mir ein so unwiderstehliches Angebot, dass ich bereit war, morgens um 4.30 Uhr aus dem Bett zu bringen, um nach Weeze (Airport: Düsseldorf-Weeze am Niederrhein) zu eilen. Ne Stunde Autofahrt dauert es auch mitten in der Nacht noch, um von Düsseldorf nach Weeze zu gelangen.
Am Flughafen alles klar. Nur, dass beim Gepäck-Check meine Kontaktlinsenflüssigkeit einkassiert haben, war der glatte Hohn. Musste ich noch auf keinem Flughafen der Welt aus dem Handgepäck rausrücken. Aber in Weeze war es soweit. Wer hat schon Lust, sich morgens um 5.30 h mit einem Wichtigbeamten zu streiten. Seiner Kollegin tat`s leid, dem Uniformtypen natürlich nicht. Genussvoll ließ er die Plastikflasche, nach der meine Linsen lechzten, in den Abfall plumpsen. Gab mir noch den Tipp mit auf den Weg, dass ich mir in Berlin ja ne neue Flasche kaufen könnte. Knallkopp. Wirklich großzügig wie er mit Vorschriften, meiner Flüssigkeit, meinem Geld und meiner Zeit hantierte.
Aber vergessen wir ihn. Neben mir im Flieger saß eine Dame samt Ehemann. Sie in der Mitte neben mir, er am Fenster. Klar wo auch sonst. Starrte er die ganze Zeit in eine Zeitschrift. Die Lady war elf Jahre nicht geflogen. Aber dem Ryanair-Angebot konnte der Ehemann nicht widerstehen und bequatschte seine Holde in den Flieger zu steigen. Dabei war sie von extremer Flugangst geplagt. Sie zitterte schon beim Gedanken an den Start. Da halfen auch Rescue-Tropfen und die vielen Bachblütenbonbons nichts.
Also was tun so mitten in der Nacht. Der verängstigen Frauen erst mal ein paar Atemübungen. Tief Ein- und Ausatmen. Klar hielt ich ihr die Hand, sprach beruhigend auf sie ein. Der Ehemann meinte, dass ist alles nicht so schlimm. Na prima, gut, dass er mit seiner Frau drüber gesprochen hat.
Ne gute Stunde dauerte der Flug. Zwischendurch ein paar Turbulenzen, Atemübungen, beruhigende Worte, Hand halten. Dann setzte der Flieger in Berlin zur Landung auf. Alle heil unten angekommen. Die Paniklady auch.

Ich trottete von dannen, dachte an meinen ersten netten Termin mit meiner Feng-Shui-Beraterin www.mashui.de und CQM (Chinesische Quantenmethode) Expertin. Treffpunkt in meinem netten Art Hotel in Charlottenburg. Ein bisschen Kiez, ein bisschen Rotlicht, nette Cafes, Restaurants (24-Stunden-Betrieb). Alles prima, auch mein Kadinsky-Zimmer, obwohl ich Gustav Klimt und sein Kussbild, das einem der Zimmer im Wiener SOFITEL hängt, auch sehr mag.

Was soll ich sagen. Alles war prima. Einen Heiler habe ich noch getroffen, der nur durch Anschauen und Reden heilen kann, so sagt er. Die Webmasterin von www.Couchsurfing.de - für alle die rund um die Welt reisen und im Austausch übernachten wollen. Rundgang über den Kiez in Schöneberg. Gibt dort jede Menge Regenbogenfahnen, Zeichen für Schwulen- und Lesbenlokale. Szene ist eben dort. Genauso wie in vielen anderen Berliner Stadtteilen.
Ein Schönheitsdoc, mit dem ich ein Buchprojekt machen will, und der mich eine halbe Stunde vorher anrief und versetzte. Echt prima!
Dann war da noch Darius, ein junger polnischer ITler, der sogar Videos drehen und schneiden kann. Sagt er jedenfalls. Er kann alles. Prima.
Fast vergessen, der Trip ins KaDeWe und den Zauberwald und seinem ungewöhnlichen Weihnachtsmann, der wie eine Puppe aussieht, aber total echt ist. Sogar sein weißer Bart ist nicht getürkt, nur mit viel Haarspray in Form gebracht.
http://www.kadewe.de/de/news-events/specials/
Rund um die Gedächtniskirche gibt es dann noch den obligatorischen Weihnachtsmarkt, Glühwein und jede Menge Lebkuchenherzen, gebrannte Nussvarianten und auch Gyros mit Pommes (echt griechisch hat uns der Verkäufer versichert).
Wie immer gibt es in Berlin jede Menge zum Gucken, Staunen, Genießen, Orte zum Leute Treffen, Kultur und was sonst das Herz begehrt.
Und ganz ehrlich. Die Berliner waren sogar ziemlich relaxed ...
Na also. Geht doch. Fahrt mal hin und schaut es Euch selbst an.
Herzlichst
Susan Heat