Männer auf Jagd nach dem immer lockenden Weib

Veröffentlicht auf von Susan Heat

Michael und die Frauen


Er ist im besten Mannesalter und hätte mir 24 Jahre fast geheiratet. „Zum Glück habe ich das nicht getan“, freut sich Michael, inzwischen 36. Was hätte er nicht alles versäumt. Fünf Jahre hetzte er als angehender Manager in einem Förderprogramm durch die Welt. Arbeitete sich vom Maschinenschlosser hoch zum Produktionsleiter. Mit seinen Auslandsjob verdiente er richtig Geld. Soviel konnte er gar nicht ausgeben. Also hat er davon eine Menge gespart. Mit 30 wurde ihm die Sache zu bunt. Immer unterwegs in Sao Paulo, Italien und sonst wo. Weg von zu Hause, keine Freunde, keine Frau. So dachte er zu der Zeit. Da schmiss er Knall auf Fall die Broken hin, kündigte. „Alle hielten mich für verrückt“, erinnert er sich. Aber diese Entscheidung hat er noch keine Sekunde bereut. Durch seine Kontakte bekam er schnell einen neuen Job. Zehn Kilometer von seinem Geburtsort entfernt. Mitten in Bayern, da war und blieb er zu Hause. Hier kannte er jeden Stein, war bekannt wie ein bunter Hund. Früher war er begeisterter Fußballer, wäre beinahe Profi geworden. Heute fährt er Rad, macht bei Wettbewerben im Radsport mit – Rennrad und Mountainbike. Beide Disziplinen beherrscht er perfekt. 3.000 Kilometer strampelt er im Jahr für sein Hobby runter. Vergisst dabei Ärger und Frust. Tritt in die Pedale, quält die Kette.


Und privat? Klar ist er hin und wieder verliebt. Die letzte Beziehung dauerte zweieinhalb Jahre. Sechs Jahre älter war sie, hatte zwei Kinder, Zwillinge, die sind heute sieben Jahre. „War ja von Anfang an klar, dass ich nie ihr Vater würde“, erzählt Michael. Warum das so klar war, zeigte sich später. „Da ging Michelle zurück zu ihrem Mann. Sie ist unglücklich, das weiß ich genau. Aber sie gab mir nie eine Chance. Ich konnte also nicht um sie kämpfen.“


Welcher Mann führt schon gern einen aussichtslosen Kampf. Dabei empfand Michael zum ersten Mal im Leben eine tiefe menschliche Nähe, von der er sagt: „Ich wusste vorher nicht, dass ich dazu fähig war.“

Mit dieser Frau konnte er so herrlich lachen, kochen, Spaß haben, es war einfach schön: „Auch im Bett war sie echt gut.“


Und dann? Aus und vorbei, Knall auf Fall ließ sie ihn stehen. Michael hat da schon ziemlich dumm geschaut. Aber was sollte er tun? Sie weigerte sich ihn zu sehen, zu sprechen oder sonst irgendeinen Kontakt zu haben. Sollte er kämpfen, wo es völlig aussichtslos war? Er gab auf, fügte sich in sein Schicksal und war froh, doch immer seine eigene Wohnung behalten zu haben.


Text: Susan Heat -susan-heat.de

Impressum - http://lieben-und-lachen.over-blog.de  

 

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