Hüte dich vor falschen Zungen

Veröffentlicht auf von Susan Heat

Super, toll, fantastisch, affengeil, marvelous, einfach grandios.

So rufen sie dir zu, klopfen dir auf Schulter, küssen dich auf die Wangen, umarmen deine Schultern, flöten dir zu.

Ganz grandios, das bist zu!

 

Sie zischeln, züngeln, tratschen – immer hinter deinem Rücken, damit du es ja nicht siehst. Sie raten dir, immer nur Gutes, loben, geifern, lachen, scherzen, sind immer für dich da.

In Wahrheit sind sie die Herrscher der falschen Zungen, spucken Gift, hauen dich in die Pfanne, schreien wie am Spieß, werfen dich deinen Feinden mit Genuss zu Fraß vor.

Sie hintergehen, schleimen zum Erbrechen perfekt, glauben sogar an die Worte, dir sie dir sagen und lassen dich fallen wie eine heiße Kartoffeln in ihrer Hand.

 

Sie schwören dir höchstes Talent. Sie loben deine Begabung.

Sie verschlingen deine Worte. Gieren nach deinen Talenten.

Verbessern, ratschlagen, betören, überreden, verdrehen dir das Wort, den Kopf und den Verstand. Solange bis nichts mehr aus dir sprudelt.

 

Dann lassen sie dich fallen, schmeißen dich in den eiskalten Fluss, heucheln Bedauern, schütteln sich vor Trauer und vergessen schnell wer du bist, mal warst und sein solltest.

 

Mit Häme bespucken sie dich, trampeln auf dir rum, begeistern sich mit Schadenfreude über deine Flops, deinen Untergang, deinen Ruin.

 

Hüte dich vor falschen Zungen, vor Freunden, die keine sind, Berater, die sich selbst dazu ernennen, Lobreden, die deinem Untergang gewidmet sind.

 

Hüte dich vor falschen Zungen. Je mehr sie dich loben, desto besser höre und schaue hin.

 

Schneid ihnen die Zunge raus und die Finger ab. Besser noch, mache ihnen schon vorher den Garaus. Hüte dich vor ihnen, vor diesen falschen Zungen. Wende dich ab, gib ihnen keine Chance. Höre lieber auf dich und auf die, die es ehrlich mir dir meinen. Das sind meist nicht die Schrillen, Lauten, Rabauken, die dich anflehen, bei ihnen zu bleiben, die ohne dich vermeidlich nicht leben können. Die laut tönen und Umfallen beim ersten krachenden Laut. Nur jammern und sich selbst Leid tun.

 

Lausche auf dein Inneres, folge deiner Intuition, höre auf die Leisen, die Flüsterer und die Flügel der Schmetterling im Sommerwind.

 

Text: susan-heat.de

Impressum - http://lieben-und-lachen.over-blog.de
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Veröffentlicht in Mutmachen

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