Warum gibt es eigentlich Männer
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Warum gibt es eigentlich Männer
Die Männer haben oft recht,
aber die Frauen behalten recht – das ist viel wichtiger.
Jeanne Moreau
Als ich eines mittags in einem Fischrestaurant in meiner Nähe etwas essen wollte, kam eine junge Angestellte an meinen Tisch. Eine Iranerin, die in Deutschland aufgewachsen und seit drei Jahren verheiratet war. Anfang zwanzig war sie und ziemlich selbstbewusst. Ich saß am Tisch, verspeiste meinen frischen Seelachs mit Reis und Gemüse. Da beugte sie sich zu mir herunter, lachte mit ihren blitzendweißen Zähnen und ihrem kleinen Brilli auf dem Vorderzahn und fragte:
„Warum gibt es eigentlich Männer? Und warum ist es so, dass, wenn mein Mann Lust auf mich hat, er solange auf mich einredet, bis ich nachgebe. Gut, es macht mir auch Vergnügen, aber es nervt mich ziemlich, dass, wenn ich Lust habe, er nur knapp brummelt: Ich will nicht, lass mich in Ruhe und ich ihn tatsächlich auch in Ruhe lasse. Umgekehrt käme er nie auf die Idee und unser Haussegen hinge schief und er wäre tagelang beleidigt.
Bei der letzten Geburtstagsparty flirtete er jede Frau an. Das ging mir ziemlich gegen den Strich. Irgendwann wollte ich nach Hause, weil ich am nächsten Tag früh raus musste. Da sagte er doch glatt: ,Fahr schon mal allein, ich bleibe noch.’ Angesäuert fuhr ich nach Hause. Natürlich hatte ich erwartet, dass er mitkommt. Aber mein Mann dachte gar nicht dran.“
Männer machen, was sie wollen
Da haben wir es schon. Die junge Iranerin war zwar sauer, fuhr aber schmollend nach Hause während sich ihr Mann weiterhin prächtig auf der Party amüsierte.
Ein paar Wochen erzählte mir die junge Frau, das ihr Mann, 20 Jahre älter und in zweiter Ehe mir ihr verheiratet, ihren Hochzeitsschmuck verkauft hatte – in ihre Mutter. Mit dem Geld wollte er seine Eltern für einige Wochen im Iran besuchen. Wundert es Sie, dass er seine junge Ehefrau auch davon erst zwei Tage vor seinem Abflug informierte. Sie war ziemlich sauer und erinnerte sich zu dem Zeitpunkt, dass sie in der Lehre als Fischverkäuferin war, was ihn ab nicht davon abhielt nur selten einen Kellnerjob anzunehmen und ansonsten sich der Kreditkarte seiner Frau anzunehmen. Sein Argument: „Du gibst zuviel Geld aus.“ Sie glaubte das und da ja ihre Eltern ihr Konto immer auffüllende, ihrer Tochter zu Liebe, hatte der Ehemann keinen Geldmangel zu erleiden.
Wem sich an dieser Stelle noch nicht die Nackenhaare sträuben, lese neugierig weiter.
In ihrem Wutanfall wollte sich die junge Frau trennen. Aber zwei Wochen später flog sie ihrem Gatten hinterher. Durch ihre Lehrlingsprüfung fiel sie durch. Sechs Monate später wollte sie es erneut versuchen..
Ein kleines Resümee:
- Der Sex mit dem Ehemann brachte nur Frust. Einen Orgasmus hatte sie mit ihm noch nie erlebt. Lust auf Sex mit ihm hatte sie eigentlich auch nicht, ließ sich aber von ihm jedes Mal aufs Neue überreden.
- Das Geld verdiente sie. Er gab es aus- mit ihrer Scheck- und Kreditkarte.
- Auf Partys ließ er sie nachts allein nach Hause fahren.
- Ihren Hochzeitsschmuck – Geschenk ihrer Eltern – Verscherbelte er an ihre Eltern!
- Von seinem geplanten wochenlangen Aufenthalt in den Iran zu seinen Eltern informierte er sie in letzter Minute.
- Bei ihre Lehrlingsprüfung fiel sie durch.
- Trotzdem flog sie ihm in den Iran hinterher.
Frauen nennen das Liebe. Männer freuen sich darüber. Denn bequemer geht’s nimmer.
Fazit: Wenn Frau im 21. Jahrhundert gern ihm den Himmel auf Erden bereitet, mit Begeisterung jeden Cent für ihn hergibt, auch nicht beleidigt ist, wenn er ihr goldenes Hochzeitsgeschmeide verscherbelt, der Sex mit ihm zum Einschlafen ist oder einfach der Lusttöter schlechthin. Ja dann. Dann sollten Sie in die Fußstapfen dieser jungen Iranerin treten.
Wenn Ihnen das alles doch nicht so recht behagt, sollten Sie einfach und pragmatisch eine Strategie entwickeln. Vor allem sollten Sie diese Sorte Mann nicht in Ihre Nähe lassen und in Ihr Leben schon mal überhaupt nicht.
Bewertung: Zum Freudepaket Mann nur für absolute Maschoistinnen geeignet und all diejenigen, die gern Wischmob sind, ohne Murren seine Sexgespielin sind, ohne nach eigenen Bedürfnissen und Gelüsten zu fragen. Selbstredend ist ihnen ihre Befriedigung völlig unwichtig und das Wort Orgasmus kennen Sie höchstens aus ihrem Aufklärungsunterricht in der Schule – wenn Sie in Deutschland zur Schule gegangen sind.
Ihre Meinung liebe LeserInnen bilden Sie sich bitte selbst. Meine eigene kenne ich ja schon.
Susan Heat Love & Life Beraterin, Buchautorin, TV-Expertin - susan-heat.de
Foto: Machi Muskel/Pixelio