Friday, 24. july 2009 5 24 /07 /Juli /2009 09:58

Living on the wild side und pfeiff drauf, was die anderen von dir denken

 

Leben, einfach Leben. Wild und ungestüm. Wie geht das noch? Da ist der Job, da sind die Nachbarn und da sind die Träume ...



Foto: Julia Weimer/Pixelio

Ihre Tochter sieht aus als sei sie ihr aus dem Gesicht geschnitten. Mama ist stolz auf ihre pfiffige Kleine. Die Kleine ist nun schon neun und mit ihrem Schokoteint einfach zum Anbeißen süß.

 

„Eigentlich ist das Mädchen ja ein Fehler, sozusagen eine Jugendsünde“, erzählt mit Elena im Zug von Köln nach Bonn. Dorthin fährt sie mit Sina und den beiden Freundinnen. „Meine Mutter war so entsetzt als ich mit 19 schwanger wurde. Was sollen die Nachbarn denken? Ein dunkelhäutiges Kind. Was sollen ich denen sagen?“ Ein bisschen wehmütig schaut Elena bei diesen Worten. „Viele Jahre musste ich mich erklären. Ich arbeit im Öffentlichen Dienst. Aber jetzt ist es gut. Die Kleine ist so aufgeweckt und alle sind von ihr begeistert. Nun fragt keiner mehr blöd.“



Foto: Susan Heat/ Bild: Silvia Klippert
 

Architektin will sie werden, plappert mir Sina munter ins Ohr. Natürlich eine besondere, die alte Gebäude restauriert. Bei diesen Worten strahlt das Gesicht ihrer Mama. Die möchte ja gern etwas mit Musik machen, traut sich aber nicht. Was sollen die Leute denken?

 

Na, was schon? Sage ich ihr und frage, wen denn das überhaupt interessiert. Soll sie doch auf ihre innere Stimme hören und nicht auf dieses laute Papperlapapp. Sie ist dran, alles andere zweitrangig. Und ihre Mutter wird schon was zu meckern haben. Hat sie doch glatt behauptet, dass es für das Gehirn ihrer Enkelin ziemlich ungesund sei, so lange die Luft anzuhalten. Die Kleine ist Synchronschwimmerin aus Leidenschaft und hat mit ihrer Mannschaft schon etliche Medaillen abgeräumt. Sogar NRW-Landesmeister ist die Truppe geworden und da redet die Oma vom Sauerstoffmangel fürs Gehirn. Dabei ist ihre Enkelin die Beste in ihrer Jahrgangsstufe. Oma, Oma, was soll der Mensch nur dazu sagen. Darum wird Zeit, dass deine Tochter endlich Musik macht. Am besten was schön lautest. Tuba, Schlagzeug oder Saxophon – da geht dann richtig die Post ab.

 

Living on the wild side und pfeiff drauf, was die anderen von dir denken



Foto: Tiny Tot Titter - Urheber unbekannt 


Marlene ist fast 43 und stellt erschrocken fest, dass sie weder Familie oder gar einen Lover hat. Zehn bis zwölf Stunden rackert sie täglich in ihrem Job. Hat dort eine wichtige Aufgabe. Ganz an die Spitze wollte sie nicht, hätte sie da doch immer reisen müssen. Doch jetzt, oh Schreck, kein Mann, kein Kind und die letzten zwölf Jahre verflogen wie im Flug. Dabei hatte sie sich das alles ganz anders vorgestellt. Sie liebt ihren Job, ist allerdings seit langem Sklave davon ...

 

Ein Flirtseminar hat sie mal in Hamburg mitgemacht. Das war richtig klasse. Aber Theorie und Praxis. Mit wem soll sie flirten, wenn sie abends todmüde vom Job direkt ins Bett fällt. Ach und wann Salsa tanzen? Dabei war sie darin schon richtig gut. Urlaub. Ja, den hat sie bitter nötig. Im letzten Jahr war sie auf einer ganz ruhige Finca in Andalusien. Bei so viel Ruhe fiel ihr schon am dritten Tag die Decke auf den Kopf. Da hatte sie weder Lust auf Lesen oder sonst was. Diesmal hat sie Erlebnisurlaub gebucht. Dort will sie flirten bis zum Abwinken, richtig Leben, einfach zur Rampensau werden und über sich hinauswachsen. Das hat sie mir versprochen. Mal sehen, ob sie sich daran hält.

 

Living on the wild side und pfeiff drauf, was die anderen von dir denken

 

Er ackert, fährt 24-Stunden-Rennen mit dem Rad und ist ansonsten der nette Junge von nebenan. 38 Jahre alt ist Michael und lebt beschaulich in einem kleinen Ort. Dort kennt ihn jeder, und klar ist er dort bei jedermann beliebt. Natürlich mag er Frauen. Hatte auch Beziehungen. Die letzte hielt knapp drei Jahre, mit ihr wäre er fast zusammengezogen. Eben aber nur fast. Entschied sie sich doch zu ihrem Mann zurückzukehren. Dort ist sie grottenunglücklich, da ist Michael sicher. Aber Kontakt will er keinen mehr mit ihr. Das täte doch zu sehr weh. Klar hätte er um sie gekämpft, aber sie gab ihm keine Chance. Da ließ er es gleich bleiben. Sie hatte Zwillinge, einen Jungen und ein Mädchen, die wollten zurück zum Dad. War ja klar, dass der immer der Vater blieb. Anscheinend hat Michael wohl zulange gezögert, ihr nicht genug Sicherheit gegeben. Dann war`s irgendwann vorbei.

 

Jetzt chattet er lieber mit Frauen im Internet. Da gibt`s ja jede Menge Plattformen. Dort sucht er sich diejenigen, mit denen er seiner Fantasie Flügel verleihen kann. Na eben solche, die tabulos alles mitmachen. Er träumt von Unterwerfung. Ein paar wollten ihm schon mal ordentlich den Hinter versohlen. Das war ihm aber dann doch ne Nummer zu hart. Aber ne Frau, die über ihn herfällt, ihm die Klamotten vom Leib reißt, ihm sagt, was er tun soll, ja so eine will er. Dafür hängt er in jeder freien Minute im Chat. Die muss doch dort zu finden sein. Natürlich will er keine Nutte, er ist schließlich nicht pervers und verabscheut käuflichen Sex. Ne, das ist nichts für ihn. Er will schließlich Anerkennung, geliebt werden und klar, auch erniedrigt werden. Lustsklave sein. Am liebsten mit zwei Frauen und er allein ...

 

All das tun, wonach ihm gelüstet, und der Frau oder eben den beiden. Muss doch irgendwie hinzukriegen sein. Dafür chattet er oft rund um die Uhr. Sein letzter Urlaub ging fast ganz dafür drauf. Eine hat getroffen, da sah er sich schon am Ziel seiner Träume. Er wollte sie so richtig heiß, sexy, stark geschminkt, knallrote Fingernägel, die Klamotten sollte sie ihm vom Leib reißen, mit ihm machen, was sie will. Nur die Augen, die sollte sie ihm nicht verbinden. Er was so nah dran. Dann hat sie eine Stunde vorm Date abgesagt. Seitdem hängt er wieder im Chat. Immer auf der Suche. Irgendwo muss doch diese Frau zu finden sein.

 

Wann er sein Leben lebt, habe ich ihn gefragt. Wann entweder die Sau lässt oder weiterhin niemals Farbe bekennt. Nicht zu sich selbst steht, lieber in seiner erotischen Lustwelt lebt.

 

Das Leben spielt jetzt ... und nicht in Chats oder sonst wo. Mach was draus. Es sollte dir wichtig sein.

 

Living on the wild side und pfeiff drauf, was die anderen von dir denken

 

Herzlichst

Eure Susan Heat

www.susan-heat.de

 

Anregungen in meinem Buch: „Die Liebesdiät“

link

 

von Susan Heat - veröffentlicht in: Das pralle Leben - Community: Lieben und Lachen
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Friday, 24. july 2009 5 24 /07 /Juli /2009 09:37

Big Apple ist ja immer für eine Verrücktheit gut. Kein Wunder, dass dort seit Jahren der "naked Cowboy" nur in Boots, knappem Slip, Hut und Gitarre auf der Straße Furore macht.

Jetzt will der nackte Cowboy Bürgermeister von New York City werden ... ein muss ja in der Krise das Ruder wieder rumreißen ...

Die Chancen, viele Stimmen zu bekommen, stehen gut ... seinen Job als nackter Straßenmusiker wird er dann wohl aufgeben müssen ... aber was tut ein nackter Cowboy nicht alles zur Rettung seiner Stadt ...

http://video.gmx.net/watch/6721567/Nackter_Buergermeister


Herzlichst
Eure Susan Heat
www.susan-heat.de

von Susan Heat - veröffentlicht in: Unglaublich-aber_wahr! - Community: Lieben und Lachen
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Friday, 24. july 2009 5 24 /07 /Juli /2009 09:33

Prickeln ist für die Seele ein Gefühl wie Schmetterlinge im Bauch. Na, eben wie richtig verliebt zu sein. Da hebt jeder von uns so herrlich ab, schwebt auf rosaroten Wolken und das körpereigene Immunsystem trotzt jeder noch so harmlosen Attacke. Also ist Prickeln gut für die Seele, für die Liebe und den Genuss und somit gut für die Gesundheit. Heißt es doch: Ist die Seele gesund, ist der Körper gesund!

Prickeln für Seele und Körper und Paar-Prickeln
link

Wer sonst noch ein paar Anleitungen fürs Prickeln für Seele und Körper und Paar-Prickeln findet das in meinem Buch "Die Liebesdiät" Infos und Leseprobe findet Ihr hier:
link

Ansonsten ist das momentane Wetter genau das Richtige, um es Euch, Eurer Seele und Eurem Körper gut gehen zu lassen - egal, ob allein oder zu zweit.
Viel Spaß dabei und wenn Ihr mögt  könnt Ihr gern hier darüber berichten - gern auch mit ein paar Fotos zur Anschauung ;-)

Herzlichst
Eure Susan Heat
www.susan-heat.de



Foto: Susan Heat/Archiv




Foto: Silvia Buchner/Pixelio

von Susan Heat - veröffentlicht in: Im Reich der Sinne - Community: Lieben und Lachen
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Thursday, 23. july 2009 4 23 /07 /Juli /2009 17:10
Liebeskummerfallen, daran im Sommer zu denken ist echt hart. Aber es ist ja auch nicht wirklich Sommer. Jedenfalls in Düsseldorf ist er noch nicht angekommen. Also für alle, die den Sommer gern ohne Liebeskummer und seine Fallen überstehen möchten, hier ein paar Tipps.

Wenn Ihr nicht reintappt in die Liebeskummerfallen ... kann es noch ein toller Sommer mit viel Liebe werden ... Venus und Mars stehen gut, hat mir meine Astrologin verraten ;-)

Na dann. Bonne Chance wünsche ich Euch und klar, nicht nur für den Sommer :-)

10 Liebeskummerfallen Wenn Liebe wehtut, sind Sie bestimmt in eine der zehn Liebeskummerfallen getappt. link

Herzlichst Eure Susan Heat

null

Foto: Susan Heat/Hut: Heike Thamm Design Ein Lied zum Trost ... bei Liebeskummer ..

von Susan Heat - veröffentlicht in: Love & Life - Community: Lieben und Lachen
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Wednesday, 22. july 2009 3 22 /07 /Juli /2009 12:22

Draußen flimmert die Hitze, Gefühle wallen hoch. Zeit für die Liebe. Und heute auch schon aktiv ...

 

Sommerzeit. Die Hormone kreiseln, mal linksrum. Mal rechtsrum und ab und zu schießen sie völlig losgelöst und unkontrolliert irgendwohin. Vielleicht gar zum Mond?




 

Wer weiß das schon? Wer ist daran wirklich interessiert.

 

Es ist Zeit für die Liebe. Wenn nicht jetzt, wann dann? Etwa warten bis zum nächsten Frühjahr.

 

Liebe wird ja nicht weniger, egal wie viel wir davon verschwenden. Also nicht kleckern, sondern lieber klotzen.

 

Einfach anfangen, mal die Mitmenschen umarmen. Da war doch heute diese nette Oma, der Erna auf dem Bürgersteig begegnete. Die japste ganz schön nach Luft, hatte es bei der Hitze ziemlich schwer. Erna sprach sie an, umarmte sie gleich dabei. Da fiel der Omi vor schreck ein Krückstock aus der Hand und schwuppdiwupp eh sich Erna und Oma versahen, lagen beide aufeinander auf dem Boden. Die Omi streckte vor Schreck beide Beine in die Luft. Da musste Erna laut lachen. Sah ja auch zu komisch aus.

 

Dann half sie der Oma wieder, gab ihr die beiden Krücken wieder in die Hand, klopfte ihr den Staub von den Klamotten. Drückte sie noch mal ganz leicht zu Schluss. Schließlich war Erna auf dem Liebestrip. Nur die Omi hatte das nicht wirklich verstanden und stand immer noch ganz verdattert da.

 

Da rief Erna kurzerhand ein Taxi, bat den jungen Mann, die ältere Dame auch wirklich in ihre Wohnung zu geleiten. Den Taxifahrer drückte Erne auch noch mal. War doch Zeit für die Liebe. Der verstand das ja noch völlig falsch.

 

Wo sie denn wohne, wollte er doch glatt von Erna wissen. Was ihn das anginge, pflaumte sie ihn an. Na, wegen der Zeit für die Liebe.

 

Nee, also bei dem drehten die Hormone ja nun völlig durch. Sollte der doch mal in die Düsseldorfer Rethelstraße gehen. Da war doch so`n Edelpuff. Erna hatte doch klar und deutlich von Liebe geredet und da machte dieser Taxifahrer ihr gleich so`n unsichtliches Angebot.

 

Fortan drückte Erna zwar den Gasmann, aber auch nur ganz kurz. Sonst käme er ja auch gleich auf dumme Gedanken und das wollte sie ja nun wirklich nicht.

 

Liebe sollen wir verschwenden, hat der Albert Schweitzer gesagt, erklärte sie jedem während ihrer Umarmaktion.

 

Da waren ja nun wirklich ein paar schlimme Finger dabei. Vor allem die Männer grapschten Erna doch glatt an den Busen. Und einer, nee, igitt, der schon unverschämt und dreist seine rechte Hand zwischen ihre Mann. Ja, hatte der sie denn alle noch?

 

Ach nee, seufzte Erna am Abend erschöpft. Wie schwer ist es doch mit der Liebe. Drückt sie die Omi, fällt die sofort um. Umarmt sie den Taxifahrer, will der gleich Sex. Und der Gasmann, also, da wollte sie doch lieber schweigen.

 

Mochte ja sein, dass die Liebe nicht weniger würde, wenn Erna sie verschwendete. Aber hatte der Albert Schweitzer da wirklich richtig nachgedacht? Männer verwechselten Erna Liebe irgendwie total mit Sex. Die Omis und anderen Frauen kriegten bei Ernas Umarmungen erst mal einen Riesenschreck.

 

Irgendwas lief doch völlig verkehrt. Hatten es denn die Menschen noch nicht gehört? Es war Sommer und Zeit für die Liebe ...

 

Die Erna hatte mir ihrer Liebe aber auch Pech. Der einzige, der nicht zusammenzuckte war des Nachbarn Dobbermann. Der hatte Erna sofort ins Herz geschlossen. Dann blitzschnell mit seinen Pfoten auf ihren Schultern. Und das nannte sich Liebe.

 

Für heute gab Erna ihre Liebesversuche auf. Morgen würde sie es wieder tun. Aber vielleicht musste sie den Menschen erst mal erklären, was denn Liebe ist und sie dann umarmen.

 

Musste doch irgendwie klappen. Schließlich wird Liebe nicht weniger, egal wie wir sie verschwenden.

 

Also auf. Erna, schwelge in Liebe und der Verschwendungssucht. Ein paar Menschen werden`s schon begreifen. Bleib dran, gibt nicht auf und lass dich auch von sexwütigen Kerlen nicht vertreiben ...

 

Erna ist seitdem in ihrer MISSION LIEBE stetig unterwegs. Dass Liebe so anstrengend sein kann, hätte sie ja niemals gedacht. Manchmal sehnt sie sich schon nach dem Ende des Sommers. Dann macht Erna eine lange Pause ... ruht sich aus von ihrer Liebesverschwendungssucht ... und wartet geduldig auf den nächsten Sommer.

 

Einige Erfolge verzeichnet sie schon. Der Taxifahrer macht ihr nur noch ein unmoralisches Angebot, wenn sie sich bei der Umarmung zu eng an ihn schmiegt. Der Gasmann wurde versetzt. Die Omi winkt ihr nun von weitem mit einem ihrer Gehstöcke zu. Auch sonst hat sich einiges in Ernas Viertel getan. Es schwirrt geradezu durch die Luft, der Duft von Liebe, das Netz von Toleranz ...

 

Scheint es, als sehnten sich doch eine Menge Menschen nach Liebe und litten neuerdings auch an der Liebesverschwendungssucht ...

 

Für manchen bleibt es am Schluss eine angenehme Sommerliebe, die er wohligem Gefühl mit in den Winter nimmt ...

 

Herzlichst

Eure Susan Heat

www.susan-heat.de

 

Foto: Susan Heat

 

 

 

von Susan Heat - veröffentlicht in: Love & Life - Community: Lieben und Lachen
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen

Über diesen Blog

Blog erstellen

Kalender

June 2012
M T W T F S S
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30  
<< < > >>
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren